Ich möchte wieder einmal eine alte Seminararbeit veröffentlichen. Diesmal handelt es sich um eine Arbeit aus der alten Philologie/Latein, meinem dritten Fach.

Das Germanenbild des 19. Jahrhunderts ist geprägt von einer nationalromantischen Rezeptionsgeschichte von Tacitus’ Germania. Dies ist in einschlägiger Forschungsliteratur immer wieder betont worden. Diese Seminararbeit sollte daher das entsprechende Pathos in den Germania-Textausgaben des Kaiserreiches, genauer gesagt in den Einleitungen und Vorworten der damaligen Editionen untersuchen – sollte man insbesondere dort doch das verklärte Bild des blonden Kriegers im rauen deutschen Wald erwarten können. Bei meinen Recherchen fand ich jedoch fast ausschließlich Ausgaben, in denen bereits ein kritischer und differenzierter, zumindest jedoch ein einigermaßen neutraler Umgang mit der Germania zu lesen ist. Zwar sehen die Ausgaben stets die Germanen als die deutschen Vorfahren an, von einem völlig verklärten Bild ist indes in den von mir herangezogenen Ausgaben von 1868 bis 1915 (fast) nichts zu finden. Dies mag möglicherweise auch daran liegen, dass die über die Bibliotheksfernleihe angeschlossenen Bibliotheken allzu fragwürdige Ausgaben gar nicht anbieten, sodass nationalromantisch gefärbtere Varianten eher in Privatsammlungen zu finden sein könnten. Der Befund zeigt jedoch auch – dies sei bereits vorweggenommen –, dass auch der Leser im Kaiserreich bereits die Möglichkeit hatte, sich kritisch mit der Germania auseinanderzusetzen, wenn er sich über die Quelle selbst mit der Thematik beschäftigte und dabei eine seriöse Ausgabe vorliegen hatte.

Im Folgenden soll nun die ursprüngliche Analyse von nationalromantisch eingefärbten Stellen in Vorworten und Einleitungen nur noch am Rande eine Rolle spielen. Entsprechende Andeutungen einer solchen Färbung werde ich aufzeigen; darüber hinaus möchte ich jedoch einen Überblick bieten, inwieweit die mir vorliegenden Kaiserreich-Ausgaben bereits kritisch mit der Germania umgehen. Welche Lesarten werden von den Herausgebern bereits diskutiert – insbesondere: Inwiefern ist bereits die Auffassung der Germania als Sittenspiegel verbreitet?

Hier das PDF: Die Germania-Rezeption in Textausgaben des deutschen Kaiserreiches – verklärte Nationalromantik oder objektive Wissenschaft?

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Die Germania-Rezeption in Textausgaben des deutschen Kaiserreiches – verklärte Nationalromantik oder objektive Wissenschaft?

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Im Folgenden möchte ich nun doch noch meine vor einigen Jahren verfasste Seminararbeit zum o.a. Thema veröffentlichen. Ich habe mich lange davor gescheut, denn sie weist einen Mangel auf, den ich eigentlich immer beheben wollte – wo ich, wenn wir ehrlich sind, aber eh nicht zu kommen werde. Daher folgende Anmerkung:

Diese Arbeit ignoriert im sprachgeschichtlichen Teil leider die Tatsache, dass das <ß> auch das Produkt von langem s <ſ> und dem verschobenen z als Produkt der zweiten Lautverschiebung ist.

Darüber hinaus ist der wissenschaftliche Gehalt der Arbeit nicht wirklich vorhanden, da ich ja nur darstelle und nicht Neues produziert wird. Da sie jedoch einen ziemlich vollständigen Überblick über die Geschichte, die Bedeutung und Wirkung dieses Graphems bietet, möchte ich sie hiermit dennoch zur Verfügung stellen. Die Arbeit zeigt, dass das bisherige Fehlen des versalen Eszetts Auswirkungen auf die Rechtschreibung und auf das Bewusstsein der korrekten Regeln hat(te) und dass die Schaffung einer Eszett-Versalie auf digitaler Ebene absolut notwendig war, um künftig Ungenauigkeiten, insbesondere bei Eigennamen, zu verhindern und das Bewusstsein der korrekten S-Schreibung zu stärken.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle noch bei Andreas Stötzner für seine Meinung sowie für wichtige Hinweise, die in diese immerhin leicht korrigierte Fassung eingeflossen sind.

Hier das PDF: Der Einfluss des versalen Eszetts auf die S-Schreibung

 

 

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Der Einfluss des versalen Eszetts auf die S-Schreibung

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Edit (29.07.2017):  Seit heute ist das versale Eszett schließlich Teil der überarbeiteten amtlichen Regeln der deutschen Rechtschreibung. Entsprechende Meldungen dazu sind u.a. beispielweise hier oder hier zu finden.  In §25 (Besonderheiten bei [s]) heißt es nun: „E3: Bei Schreibung mit Großbuchstaben schreibt man SS. Daneben ist auch die Verwendung des Großbuchstabens ẞ möglich. Beispiel: Straße – STRASSE – STRAẞE.“


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Ich habe nun ja schon lange nichts mehr hier gepostet oder hochgeladen. Ursprünglich hatte ich vor, ab und an alte Seminararbeiten hier zu veröffentlichen; aber nie war ich hundertprozentig mit ihnen zufrieden, auch wenn es sich dabei stets um Einserarbeiten handelte.

Ich gebe mir jetzt abermals einen Ruck und veröffentliche die, die mir selbst am besten gefallen. Immerhin könnten sie dem ein oder anderen helfen, sich ein Überblick über das jeweilige Thema zu verschaffen. Somit möchte ich euch hiermit die Hauptseminararbeit „Der Chor in Schillers Braut von Messina – Antike oder moderne Elemente? Eine Untersuchung“ zur Verfügung stellen.

Anzumerken sei hier noch, dass ich leider eine wichtige Sekundärliteratur übersehen habe. Wer sich also näher mit der Thematik befassen möchte, dem sei zu Kapitel 2.1.2 außerdem noch nahegelegt: Braungart, Wolfgang: Ritual und Literatur (Konzepte der Sprach- und Literaturwissenschaft 53). Tübingen 1996.

Hier das PDF: Der Chor in Schillers Braut von Messina – Antike oder moderne Elemente? Eine Untersuchung.

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Der Chor in Schillers Braut von Messina – Antike oder moderne Elemente? Eine Untersuchung. von Carsten A. Dahlmann unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.


Vor einigen Monaten bereits hatte ich nach meinem literaturwissenschaftlichen nun auch noch einen linguistischen LaTeX-Zitierstil geschrieben, der mit den Vorgaben der Germanistikbroschüre der Uni Wuppertal kompatibel ist.

Ich hatte ihn bislang nicht veröffentlicht, da ich zurzeit bereits an der neuen Version arbeite, die die Änderungen der 5., aktualisierten Auflage von 2012 unterstützt.

Da ich momentan jedoch immer wieder mal Anfragen nach dem Status dieses Projektes bekomme und da der sich ja bereits inoffiziell im Umlauf befindliche Stil, wie ich gehört habe, bereits in einem LaTeX-Seminar empfohlen wurde, veröffentliche ich hiermit nun doch noch die erste Version, die bis zu der 4. Auflage mit der Broschüre kompatibel ist.

Er sollte in Kürze über CTAN erreichbar und somit über die üblichen Distributionen direkt installierbar sein. Darüber hinaus kann man ihn auch direkt hier beziehen:
http://www.dahlmann.net/?Informatives/LaTeX/uni-wtal-lin

Die aktuelle Version 0.2, die die neuesten Vorgaben der linguistischen Germanistik unterstützt, ist zurzeit in der Testphase.


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Wieder sind einige Wochen ins Land gegangen – es ist mal wieder Zeit für eine Veröffentlichung einer der dahlmanischen Uni-Arbeiten, wie immer unter einer CC-Lizenz (by-nc-nd).

Diesmal handelt es sich um eine Hausarbeit im Rahmen des Seminars „Erzähltheoretische Aspekte in Kurzgeschichten/Short Stories“.

In der vorliegenden Hausarbeit analysiere ich Arthur Schnitzlers Kurzgeschichte „Ich“ hinsichtlich des Einflusses der Epoche, in der der Autor gelebt hat, und untersuche hierbei, inwieweit die „Beschleunigung“ des Lebensalltags sowie die Sprachkrise darauf Einfluss genommen haben. Diese beiden Aspekte gehören zusammen; denn das Bedürfnis des Protagonisten, alles mit einem Begriffsetikett versehen zu müssen, führe ich auf die entsprechenden Einflüsse der durch die Industrialisierung ausgelösten und sich selbst katalysierenden „Beschleunigung“ des Alltags zurück.

Da diese Novelette erst 1968 posthum veröffentlicht wurde, kann man sie leider nicht noch im Internet finden. Sie sollte aber in jeder größeren, gut sortierten Bibliothek zu finden sein.

Hier das PDF: Die Verunsicherung des Individuums im Zeitalter des Fin de siècle am Beispiel von Arthur Schnitzlers „Ich“

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Die Verunsicherung des Individuums im Zeitalter des Fin de siècle am Beispiel von Arthur Schnitzlers „Ich“ von Carsten A. Dahlmann steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.


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Nachdem ich mir letztens vorgenommen habe, hier nach und nach einige Arbeiten online zu stellen, wird es nun auch mal wieder Zeit.

Der römische Kaiser Claudius (41–54), Nachfolger seines Neffen Caligula, Vorgänger seines Adoptivsohnes Nero, soll laut den antiken Quellen von seinen Frauen und seinen Freigelassenen beeinflusst und regelrecht gelenkt worden sein. Von seiner dritten Frau, Valeria Messalina, heißt es sogar, sie habe ihn nicht nur in vielerlei Hinsicht manipuliert und sein Vertrauen missbraucht, sondern sie habe dies vor allem aus nymphomanem Antrieb getan und nicht aufgrund politischer Agitation. In der modernen Geschichtsforschung werden einige dieser Unterstellungen mit dem Hinweis, dass die senatorische und ritterliche Geschichtsschreibung der kaiserlichen Familie schon von Grund auf nicht sehr wohlgesonnen war, und mit der Untersuchung der Quellen im Hinblick auf hintergründige, politische Zusammenhänge widerlegt. Doch auch eine dem Kaiser sehr entgegenkommende Quellenkritik kann nicht in allen Fällen belegen, ob Messalinas Taten zum Teil nicht doch in ihren sexuellen Trieben begründet lagen; tatsächlich können manche sogar als wahr angenommen werden. Was nun stimmt, ist aus heutiger Sicht schwer zu beurteilen. Die antiken Quellen sind nicht vollständig erhalten, und die vorhandenen bieten durch ihre subjektive Darstellungsweise genügend Spielraum für böswillige Interpretationsansätze.

Dieser Spielraum sorgt seit der Antike für die Rezeption der Messalina als Nymphomanin. 1934 greift Robert Graves dieses Motiv wieder auf. In seinen Romanen I, Claudius und Claudius the God beschreibt er, im Stil einer vermeintlichen Autobiografie, das Leben des Claudius, wobei sich der zweite Band auf seine Zeit als Kaiser – mit Messlina als die Ehefrau an seiner Seite – konzentriert.

In der vorliegenden Arbeit werde ich dieses Buch im Hinblick darauf untersuchen, wie Graves die antiken Quellen für seine Rezeption verwendet hat. Wie ist das Bild der Messalina in den antiken Quellen und wie in der modernen Geschichtsforschung? Wie stellt Graves die Messalina seines Romans dar? Und was ist Graves’ Intention, die Darstellung so zu übernehmen, wie er es tut? Für die Bearbeitung dieser Fragestellungen werde ich zunächst einen Überblick über den Autor und seine Romane schaffen. Im Anschluss darauf ist zunächst eine kurze Darstellung des Claudius der antiken Quellen und der Vergleich dieser mit der modernen Geschichtsforschung notwendig; dem anschließen wird sich eine detaillierte Beleuchtung der Messalina. Schließlich werde ich untersuchen, wie Graves die entsprechenden Textstellen in seinem Roman verwendet. Durch die Untersuchung dieser Teilaspekte wird die Intention des Autors bei seiner Arbeitsweise im Fazit erklärbar sein.

(Ansonsten kann ich allen, die weniger an Wahrheit oder Unwahrheit der Quellen interessiert sind, dieses Buch – das im Deutschen verkürzt in einem Einzelband namens Ich, Claudius, Kaiser und Gott erschienen ist – als kurzweilige Lektüre sehr empfehlen.)

PDF: Der Messalina-Faktor – Claudius’ Antagonistin in der Rezeption von Robert Graves

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Der Messalina-Faktor – Claudius’ Antagonistin in der Rezeption von Robert Graves von Carsten A. Dahlmann steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.


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Wie die meisten von euch ja mitbekommen haben, sind die Dahlschmitts zurzeit auf Schwedenurlaub. Da wir bislang noch keinen Elch in freier Natur erblicken konnten, musste also ein Elchpark herhalten (über dieses Erlebnis will die Schmitt jedoch in Bälde noch detailliert bloggen).

In diesem Park gab es auch diese niedlichen Alpakas, die man herzen und füttern konnte. Doch was der ahnungslose Urlauber nicht weiß: Wenn es um die Paarungsrechte geht, können sich diese possierlichen Tierchen in brutale Schweine verwandeln.

Aber seht bzw. hört selbst: Wir haben bei dieser Videoaufnahme zufällig die blutigen Fakten aufgezeichnet.


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Vor etwa zwei Jahren inspirierte mich der Besuch des schönen mittelalterlichen Spectaculums in Telgte – das mit etwas Pech dieses Jahr zum vorerst letzten Mal stattgefunden hat – zu einem Essay, den ich sowieso noch schreiben musste. Es geht um Scham und Triebe, einen Trunkenhold und nacktes Weibsvolk – und um den Zivilisationsprozess gemäß Norbert Elias.

Da dieses Blog sowieso mal wieder belebt werden müsste, habe ich mich entschieden, ab heute hier ab und an ein paar abgegebene Essays, Quellenanalysen, Hausarbeiten etc. zu veröffentlichen.

In der Hoffnung, dass ihr Freude daran habt, präsentiere ich euch also heute: Der Zivilisationsprozess – Scham_und_Triebe im Mittelalter. Ein Essay

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Der Zivilisationsprozess — Scham und Triebe im Mittelalter von Carsten A. Dahlmann steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.


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Der Mail-Server (oder -Client?) der Firma Rossmann, bei der ich eine Nachfrage zum Status meiner Bestellung hatte, hat mir soeben folgende E-Mail geschickt:

Betreff: Nicht gelesen: Re: Ihre Bestellung Nr. 2131530
Datum: Tue, 12 Jul 2011 19:56:29 +0000

Ihre Nachricht

An: information@rossmannversand.de
Betreff: Re: Ihre Bestellung Nr. 2131530
Gesendet: Montag, 27. Juni 2011 23:05:47 (UTC+01:00) Amsterdam, Berlin, Bern, Rom, Stockholm, Wien

wurde am Dienstag, 12. Juli 2011 21:56:29 (UTC+01:00) Amsterdam, Berlin, Bern, Rom, Stockholm, Wien ungelesen gelöscht.

Na vielen Dank. Ich weiß, wo ich nicht mehr bestelle.


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Täglich wird meine Seite mehrmals angesurft durch den Google-Suchbegriff „Schloss Burg“ – meist durch die Bildersuche. Der entsprechende Artikel „Mal wieder Mittelalterliches auf Schloss Burg“ enthält auch drei sehr schöne Bilder.

In der Tat ist das kleine Ambiente dort auch immer sehr schön gewesen. Seit einigen Jahren waren Die Schmitt und ich plus Freunde jährlich am 30.04. zu Beltaine beim sog. „Hexenfest“ dort. Aber dieses Jahr werden wir dort definitiv nicht mehr hingehen. Der Dahlmann muss nun letztlich doch einmal die Pfanne herausholen und den Rabenvatter dort hineinhauen.

„4 € (für Gewandete und Studenten)“  – so preise ich begeistert in dem o.a. Artikel an. Und immer waren auch irgendwelche Bands  zur musikalischen Untermalung dabei.

25 € jedoch mussten wir dann letztes Jahr berappen. Ich war so verärgert, dass ich eigentlich wieder gehen wollte, doch waren wir mit einer größeren Truppe da, sodass wir uns dem Massendruck beugten. Die 50 € für die Schmitt und mich zusammen musste ich mir dann erst einmal beim John leihen, dem ich es dann zuverlässig Monate später zurückzahlte.
Eine weitere Frechheit war nicht nur, dass man selbst Wasserflaschen am Eingang abgeben musste, sondern selbst die dort gekauften Getränke konnte man nicht frei umhertragen, da das Marktgelände im Innenhof und das Marktgelände außerhalb dessen durch eine Art Schleuse von einander getrennt waren. Dort standen wackere Gesellen, denen es aufgetragen war, die Freiheit der Marktbesucher einzuschränken. Mit Getränk kam man nicht durch die „Schleuse“. Dies seien zwei verschiedene Märkte, so – oder so ähnlich? –, erklärte man uns. Also keine Chance, gemeinsam frei über das Gelände zu laufen, solange einer in der Truppe noch ein Getränk in der Hand hatte.
Aber für die 25 € werden doch wohl auch mehr Leistung und Programm dabei gewesen sein, mag mancher anmerken wollen. Nun, in der Tat waren bekanntere Bands da, wie Qntal z.B. Allerdings würde ich Omnia im Jahr davor als mindestens ebenso bekannt und großartig bezeichnen.

„Erstaunlicherweise“ ist dieses Jahr nichts von einem größeren Event zu lesen. Auf der Webseite wird ein Markt mit einem Eintrittspreis für 8 €  – Gewandete für die Hälfte, womit wir wieder bei den alten 4 wären – angekündigt. „[F]ahrendes Volk und erfahrene Spielleute“ seien zugegen, heißt es dort. Bekannte Namen sind nicht zu lesen. Offenbar hat der Veranstalter daraus gelernt. An jenem Abend habe ich viele Leute gesprochen, die den Eintrittspreis als unverschämt empfanden und vorhatten, den Markt dieses Jahr zu meiden.

So werden auch wir Beltaine dieses Jahr woanders feiern.

Der Dahlmann ist ein nachtragender Einer.

Ace und Schmitti im Kerker

(für die Google-Bildersuche. :P)


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