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	<title>Eglatholion.de &#187; Linguistisches</title>
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	<description>Philologische Phantasmagorie</description>
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		<title>Der Werwolf</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 17:10:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eglatholion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Linguistisches]]></category>
		<category><![CDATA[Literarisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Werwolf
Ein Werwolf eines Nachts entwich
von Weib und Kind und sich begab
an eines Dorfschullehrers Grab
und bat ihn: Bitte, beuge mich!
Der Dorfschulmeister stieg hinauf
auf seines Blechschilds Messingknauf
und sprach zum Wolf, der seine Pfoten
geduldig kreuzte vor dem Toten:
„Der Werwolf“ – sprach der gute Mann,
„des Weswolfs, Genitiv sodann,
dem Wemwolf, Dativ, wie man’s nennt,
den Wenwolf, &#8211; damit hat’s ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Der Werwolf</h2>
<p>Ein Werwolf eines Nachts entwich<br />
von Weib und Kind und sich begab<br />
an eines Dorfschullehrers Grab<br />
und bat ihn: Bitte, beuge mich!</p>
<p>Der Dorfschulmeister stieg hinauf<br />
auf seines Blechschilds Messingknauf<br />
und sprach zum Wolf, der seine Pfoten<br />
geduldig kreuzte vor dem Toten:</p>
<p>„Der Werwolf“ – sprach der gute Mann,<br />
„des Weswolfs, Genitiv sodann,<br />
dem Wemwolf, Dativ, wie man’s nennt,<br />
den Wenwolf, &#8211; damit hat’s ein End.“</p>
<p>Dem Werwolf schmeichelten die Fälle,<br />
er rollte seine Augenbälle.<br />
Indessen, bat er, füge doch<br />
zur Einzahl auch die Mehrzahl noch!</p>
<p>Der Dorfschulmeister aber mußte<br />
gestehn, daß er von ihr nichts wußte.<br />
Zwar Wölfe gäb’s in großer Schar,<br />
doch „Wer“ gäb’s nur im Singular.</p>
<p>Der Wolf erhob sich tränenblind –<br />
er hatte ja doch Weib und Kind!!<br />
Doch da er kein Gelehrter eben,<br />
so schied er dankend und ergeben.</p>
<p>&#8211; Christian Morgenstern</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">PS: <a href="http://www.eglatholion.de/2007/11/21/partizipiales/" target="_blank">Das letzte Mal, als ich sowas gepostet habe</a>, hat sich prompt jemand aus dem Newsletter gelöscht. <img src='http://www.eglatholion.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Versales Eszett weiter auf dem Vormarsch</title>
		<link>http://www.eglatholion.de/2009/07/15/versales-eszett-weiter-auf-dem-vormarsch/</link>
		<comments>http://www.eglatholion.de/2009/07/15/versales-eszett-weiter-auf-dem-vormarsch/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 17:03:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eglatholion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Linguistisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Das versale Eszett ist eines der Phänomene, die mich als Fan vernünftiger Rechtschreibung fasziniert, seit ich das erste Mal davon gehört habe. Und während man im Freundeskreis begonnen hat &#8212; insbesondere seit meinem ersten Artikel über das Versale Eszett &#8212; sich darüber lustig zu machen, geht die Sprachgeschichte endlich seinen logischen Weg.
Das Versale Eszett ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das versale Eszett ist eines der Phänomene, die mich als Fan vernünftiger Rechtschreibung fasziniert, seit ich das erste Mal davon gehört habe. Und während man im Freundeskreis begonnen hat &#8212; insbesondere seit <a href="http://www.eglatholion.de/2007/06/02/das-versale-eszett/" target="_blank">meinem ersten Artikel über das Versale Eszett</a> &#8212; sich darüber lustig zu machen, geht die Sprachgeschichte endlich seinen logischen Weg.</p>
<p>Das Versale Eszett ist nämlich tatsächlich auf dem Vormarsch. Warum? Und wo? Nun, eine kleine Auswahl an Beispielen, die mir in den letzten Tagen begegnet sind:</p>
<p>1.) Am 19.10.2008 hatte ich Markus Kuhn, der die <a href="http://www.cl.cam.ac.uk/~mgk25/ucs-fonts.html" target="_blank">ucs-fonts</a> mit Unicode-Zeichen erweitert, eine Mail geschrieben und ihm mitgeteilt, dass das Versale Eszett in den Fonts noch fehle. Da keine Antwort kam, habe ich mich da gar nicht mehr drum gekümmert, doch nun sehe ich zufällig in der <a href="http://www.cl.cam.ac.uk/~mgk25/download/ucs-fonts.changes" target="_blank">Changelog</a>, dass er bereits einen Tag später diese Änderung vollzogen hat:</p>
<pre>9x15.bdf: revision 1.82
date: 2008-10-20 12:41:13+01;  author: mgk25;  state: Exp;  lines: +1460 -162
added some Latin Extended Additional, including capital sharp s</pre>
<p>Somit ist das Versale Eszett nun auch in einem weiteren, sehr wichtigen Linux-Font (da er standardmäßig mit ausgeliefert wird) enthalten. <img src='http://www.eglatholion.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>2.) Und nicht nur diese und weitere freie Schriftarten (wie z.B. die wunderbare <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Linux_Libertine" target="_blank">Linux Libertine</a>) fügen es an seinen Platz ein; <a href="http://www.signographie.de/" target="_blank">Andreas Stötzner</a> berichtet hier: <a href="http://www.signographie.de/cms/front_content.php?idart=313" target="_blank">Windows 7 bekommt versales Eszett</a>. Offenbar gibt es also sehr wohl eine steigende Anzahl von Benutzern, die dieses nachfragen, da sie den Buchstaben z.B. im Namen einsetzen wollen. Des Weiteren schätzt Stötzner, dass diese Entwicklung unter anderem auf die kartographische Typographie Einfluss haben werde.</p>
<p>3.) Denn auch Städtenamen sind von der Lücke in unserem zweihäusigen Schriftsystem schließlich betroffen.<br />
Dass es auch da Bedarf gibt, zeigt die wohl momentan spektakulärste Anwendung des neuen Buchstabens: Die neue Gießener Zeitung &#8212; die sich selbst als „die mit dem großen Eszett“ bezeichnet und dieses auch als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Favicon" target="_blank">Favicon</a> auf ihrer <a href="http://www.giessener-zeitung.de/" target="_blank">Webseite</a> benutzt &#8212; hat den Buchstaben in ihrem Logo: GIEẞENER ZEITUNG &#8212; na, wer kann es schon lesen? <img src='http://www.eglatholion.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Es kann mir keiner mehr erzählen, dass dieser Buchstabe nicht überfällig war.</p>
<p>Und es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis es nicht nur auf alternativen Tastaturlayouts wie meinem geliebten <a href="http://www.neo-layout.org/" target="_blank">Neo-Layout</a>, sondern auch auf QWERTZ erscheinen wird.</p>
<div id="attachment_186" class="wp-caption alignnone" style="width: 577px"><img class="size-full wp-image-186" title="GiessenerZeitung_kopf_2" src="http://www.eglatholion.de/wp-content/uploads/2009/07/GiessenerZeitung_kopf_2.JPG" alt="GIEẞERER ZEITUNG" width="567" height="294" /><p class="wp-caption-text">GIEẞERER ZEITUNG</p></div>
<h6>&#8212;&#8211;</h6>
<address>… STRASZE, PREUSZEN … Die Verwendung <em>zweier</em> Buchstaben für <em>einen</em> Laut ist nur ein Notbehelf, der aufhören muß, sobald ein geeigneter Druckbuchstabe für das große <strong>ß</strong> geschaffen ist.  <span><br />
Duden, Rechtschreibung der deutschen Sprache und der Fremdwörter. Bearbeitet von Dr. J. Ernst Wülfing und Dr. Alfred C. Schmidt; Leipzig und Wien, Bibliographisches Institut 1915; S. XII</span></address>
<address><span>&#8212;&#8211;<br />
</span></address>
<address>… SCHLOSS-STRASSE, GROSS-SUPER. Die Verwendung der Großbuchstaben <strong>SS</strong> oder <strong>SZ</strong> ist nur ein Notbehelf, der aufhören muß, sobald ein geeigneter Druckbuchstabe für das große ß geschaffen ist.<span><br />
Duden, Rechtschreibung der deutschen Sprache und der Fremdwörter. Hrsg. Horst Klien, 13. Auflage; Bibliographisches Institut Leipzig 1947; S. 16*</span></address>
<address>&#8212;&#8211;<br />
</address>
<address>Das Schriftzeichen <em>ß fehlt leider noch als Großbuchstabe</em>. Bemühungen, es zu schaffen, sind im Gange.<span><br />
Der Große Duden, Wörterbuch und Leitfaden der deutschen Rechtschreibung. Hrsg. Horst Klien, 15. Auflage; Bibliographisches Institut Leipzig 1960; S. 800</span></address>
<address><span><br />
</span></address>
<address> </address>
<address><span>(Bild und Zitatesammlung von <a title="Signographie.de" href="http://www.signographie.de" target="_blank">signographie.de</a>. Autor des Bildes: Andreas Stötzner)<br />
</span></address>
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		</item>
		<item>
		<title>Partizipiales</title>
		<link>http://www.eglatholion.de/2007/11/21/partizipiales/</link>
		<comments>http://www.eglatholion.de/2007/11/21/partizipiales/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Nov 2007 22:13:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eglatholion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kolleg]]></category>
		<category><![CDATA[Linguistisches]]></category>
		<category><![CDATA[Literarisches]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.eglatholion.de/2007/11/21/partizipiales/</guid>
		<description><![CDATA[Ein Partizip, schon knickebeinig,
War mit sich selber nicht mehr einig.
Es meditierte hin und her,
Was für ein Partizip’s wohl wär.
Es liebte schon nicht mehr so recht,
Und liebend paßte also schlecht.
Mit Partizipium I daher
War’s leider Gottes schon nichts mehr.
Geliebt dagegen schien verfrüht,
Weil noch ein Liebesfünkchen glüht.
Ich bin, behauptet’s fest und steif,
Für Nummer II noch nicht recht reif.
Da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Partizip, schon knickebeinig,<br />
War mit sich selber nicht mehr einig.<br />
Es meditierte hin und her,<br />
Was für ein Partizip’s wohl wär.</p>
<p>Es liebte schon nicht mehr so recht,<br />
Und liebend paßte also schlecht.<br />
Mit Partizipium I daher<br />
War’s leider Gottes schon nichts mehr.</p>
<p>Geliebt dagegen schien verfrüht,<br />
Weil noch ein Liebesfünkchen glüht.<br />
Ich bin, behauptet’s fest und steif,<br />
Für Nummer II noch nicht recht reif.</p>
<p>Da kam ein Studienrat herbei<br />
Und gab die Note „I bis II“.<br />
So ward dies Partizipium<br />
Ein veritables Unikum.</p>
<p>Nun wußt’s auf einmal, was es war:<br />
Ein ausgefallnes Exemplar.<br />
Nicht I, nicht II – nein, nur ein Zwitter<br />
Und Studienratsgedankensplitter.</p>
<p>P. Schröter</p>
<p>Quelle:</p>
<p>Heinrich Schmeken. <em>Orbis Romanus : Einführung in die lateinische Sprache.</em><br />
2. überarbeitete Auflage. Paderborn 1991, S. 117<em>.<br />
</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Bchuastbneslaat</title>
		<link>http://www.eglatholion.de/2007/06/11/bchuastbneslaat/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Jun 2007 23:40:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eglatholion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Linguistisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät ist es nchit witihcg, in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid, das ezniige, was wcthiig ist, ist dsas der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiion sehten. Der Rset knan ttoaelr Bsinöldn sien, todzterm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das legit daarn, dsas wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät ist es nchit witihcg, in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wrot snid, das ezniige, was wcthiig ist, ist dsas der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiion sehten. Der Rset knan ttoaelr Bsinöldn sien, todzterm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das legit daarn, dsas wir nihct jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wrot als Gnaezs.</em></p>
<p>Ist zawr sohcn eatws ätler, aebr huete bin ich weiedr duarf gsteßoen. <img src='http://www.eglatholion.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Das versale Eszett</title>
		<link>http://www.eglatholion.de/2007/06/02/das-versale-eszett/</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Jun 2007 01:08:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eglatholion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Linguistisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Freunde und Bekannte ſehen mich in letzter Zeit mit dem Heftchen „Signa Heft Nr.9 &#8211; Das große Eszett“ herumlaufen und erklären mich für verrückt, wie ich ſo etwas denn freiwillig leſen könne.
Doch für mich als linguiſtiſch intereſſierter Menſch und ſʒ-Fan iſt dies momentan eine wichtige und ſpannende Zeit.
Denn am 27.  April 2007 wurde von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freunde und Bekannte ſehen mich in letzter Zeit mit dem Heftchen „Signa Heft Nr.9 &#8211; Das große Eszett“ herumlaufen und erklären mich für verrückt, wie ich ſo etwas denn freiwillig le<span class="Unicode" style="font-family: 'TITUS Cyberbit Basic','Arial Unicode MS','Doulos SIL','Chrysanthi Unicode','Bitstream Cyberbit','Bitstream CyberBase','Bitstream Vera',Thryomanes,Gentium,GentiumAlt,'Visual Geez Unicode','Lucida Grande','Microsoft Sans Serif','Lucida Sans Unicode',Code2000">ſ</span>en könne.<br />
Doch für mich als linguiſtiſch intereſſierter Men<span class="Unicode" style="font-family: 'TITUS Cyberbit Basic','Arial Unicode MS','Doulos SIL','Chrysanthi Unicode','Bitstream Cyberbit','Bitstream CyberBase','Bitstream Vera',Thryomanes,Gentium,GentiumAlt,'Visual Geez Unicode','Lucida Grande','Microsoft Sans Serif','Lucida Sans Unicode',Code2000">ſ</span>ch und ſʒ-Fan iſt dies momentan eine wichtige und ſpannende Zeit.</p>
<p>Denn am 27.  April 2007 wurde von der DIN beſchloſſen, das verſale Eszett ſolle als „LATIN CAPITAL LETTER SHARP S“ im Unicode unter U+1E9E aufgenommen werden.<br />
Binnen einer Jahresfriſt muß (und wird hoffentlich) dies nun vom Unicode Conſortium abgeſegnet werden.</p>
<p>Ich perſönlich hoffe ſehr darauf, daß dies geſchehen wird, damit dieſe unlogiſche Lücke in unſerem zweihäuſigen Schriftſyſtem endlich geschloſſen wird – eine Diskuſſion, die nun letztlich ſchon ſeit 128 Jahren beſteht.</p>
<p><span id="more-42"></span>Endlich beſtünde dann keine Verwechſlungsgefahr mehr von MASSE und MASSE. Schlechte Kompromiſſe und Erſatzformen wie MASZE, die in alten Duden (wie z.B. in meinen beiden antiquariſchen Auſgaben von 1953 und 1973) vorgeſchlagen werden, ohne zu beachten, daß man nicht ſagen kann, ob das ß eine Ligatur aus <span class="Unicode" style="font-family: 'TITUS Cyberbit Basic','Arial Unicode MS','Doulos SIL','Chrysanthi Unicode','Bitstream Cyberbit','Bitstream CyberBase','Bitstream Vera',Thryomanes,Gentium,GentiumAlt,'Visual Geez Unicode','Lucida Grande','Microsoft Sans Serif','Lucida Sans Unicode',Code2000">ſ</span> (dem langen, deutſchen s, nach der Einführung von Antiqua als Normalſchrift 1941 leider auſgeſtorben) plus ʒ (z) oder aus <span class="Unicode" style="font-family: 'TITUS Cyberbit Basic','Arial Unicode MS','Doulos SIL','Chrysanthi Unicode','Bitstream Cyberbit','Bitstream CyberBase','Bitstream Vera',Thryomanes,Gentium,GentiumAlt,'Visual Geez Unicode','Lucida Grande','Microsoft Sans Serif','Lucida Sans Unicode',Code2000">ſ</span> plus rundem s entſtanden iſt, ſind dann ebenfalls nicht mehr notwendig.<br />
Alle Meißners, Weißners, Weissners und Liszts werden ſich ſicherlich freuen, ihren Namen dann endlich auch in Großbuchſtaben ſchreiben zu können, ohne entweder einer Verwechslungsgefahr zu unterliegen oder ihn MAßLOS falſch, mit kleinem ß in der Mitte, ſchreiben zu müſſen.</p>
<p>Da ich mich perſönlich auch gerade bei der Entwicklung der 2.0er Verſion des neuen, deutſchen Taſtaturlayouts <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/NEO-Tastaturlayout" target="_blank">NEO</a> beteilige (wo ich u.a. bereits die echten deuſchen Anführungsſtriche ſowie den echten Gedankenſtrich vorgeſchlagen und durchgesetzt bekommen habe), habe ich nun des Weiteren vorgeſchlagen, den Platz auf Shift-ß vorſorglich nicht zu belegen, ſondern freizuhalten, damit das verſale ß direkt ſeinen Platz finden können wird.</p>
<p>Hach, ich freue mich, wenn Bewegung in die Sache kommt. Und NEO 2.0 iſt wohl ebenfalls bald fertig. <img src='http://www.eglatholion.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Wer ſich für die Geſchichte des verſalen Eszetts intereſſiert, dem empfehle ich als Literatur das o.g. Heft. Zu beſtellen unter <a href="http://www.signographie.de/cms/signa_9.htm" target="_blank">http://www.signographie.de/cms/signa_9.htm</a>.<br />
Wer ſchneller, effektiver und moderner tippen möchte, dem empfehle ich langfriſtig NEO als ein alternatives Taſtaturlayout.</p>
<p>Mein Dank geht an Andreas Stötzner, Autor und Herausgeber der Signa, der 2004 mit dem erſten Antrag nach längerer Zeit den Stein wieder ins Rollen gebracht hat.</p>
<p><img id="image43" src="http://www.eglatholion.de/wp-content/uploads/2007/06/sz_birth.gif" alt="Das versale ß" /></p>
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