Ich habe nun ja schon lange nichts mehr hier gepostet oder hochgeladen. Ursprünglich hatte ich vor, ab und an alte Seminararbeiten hier zu veröffentlichen; aber nie war ich hundertprozentig mit ihnen zufrieden, auch wenn es sich dabei stets um Einserarbeiten handelte.

Ich gebe mir jetzt abermals einen Ruck und veröffentliche die, die mir selbst am besten gefallen. Immerhin könnten sie dem ein oder anderen helfen, sich ein Überblick über das jeweilige Thema zu verschaffen. Somit möchte ich euch hiermit die Hauptseminararbeit „Der Chor in Schillers Braut von Messina – Antike oder moderne Elemente? Eine Untersuchung“ zur Verfügung stellen.

Anzumerken sei hier noch, dass ich leider eine wichtige Sekundärliteratur übersehen habe. Wer sich also näher mit der Thematik befassen möchte, dem sei zu Kapitel 2.1.2 außerdem noch nahegelegt: Braungart, Wolfgang: Ritual und Literatur (Konzepte der Sprach- und Literaturwissenschaft 53). Tübingen 1996.

Hier das PDF: Der Chor in Schillers Braut von Messina – Antike oder moderne Elemente? Eine Untersuchung.

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Der Chor in Schillers Braut von Messina – Antike oder moderne Elemente? Eine Untersuchung. von Carsten A. Dahlmann unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.

Vor etwa zwei Jahren inspirierte mich der Besuch des schönen mittelalterlichen Spectaculums in Telgte – das mit etwas Pech dieses Jahr zum vorerst letzten Mal stattgefunden hat – zu einem Essay, den ich sowieso noch schreiben musste. Es geht um Scham und Triebe, einen Trunkenhold und nacktes Weibsvolk – und um den Zivilisationsprozess gemäß Norbert Elias.

Da dieses Blog sowieso mal wieder belebt werden müsste, habe ich mich entschieden, ab heute hier ab und an ein paar abgegebene Essays, Quellenanalysen, Hausarbeiten etc. zu veröffentlichen.

In der Hoffnung, dass ihr Freude daran habt, präsentiere ich euch also heute: Der Zivilisationsprozess – Scham_und_Triebe im Mittelalter. Ein Essay

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Der Zivilisationsprozess — Scham und Triebe im Mittelalter von Carsten A. Dahlmann steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.

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Der Werwolf

Ein Werwolf eines Nachts entwich
von Weib und Kind und sich begab
an eines Dorfschullehrers Grab
und bat ihn: Bitte, beuge mich!

Der Dorfschulmeister stieg hinauf
auf seines Blechschilds Messingknauf
und sprach zum Wolf, der seine Pfoten
geduldig kreuzte vor dem Toten:

„Der Werwolf“ – sprach der gute Mann,
„des Weswolfs, Genitiv sodann,
dem Wemwolf, Dativ, wie man’s nennt,
den Wenwolf, – damit hat’s ein End.“

Dem Werwolf schmeichelten die Fälle,
er rollte seine Augenbälle.
Indessen, bat er, füge doch
zur Einzahl auch die Mehrzahl noch!

Der Dorfschulmeister aber mußte
gestehn, daß er von ihr nichts wußte.
Zwar Wölfe gäb’s in großer Schar,
doch „Wer“ gäb’s nur im Singular.

Der Wolf erhob sich tränenblind –
er hatte ja doch Weib und Kind!!
Doch da er kein Gelehrter eben,
so schied er dankend und ergeben.

— Christian Morgenstern

PS: Das letzte Mal, als ich sowas gepostet habe, hat sich prompt jemand aus dem Newsletter gelöscht. 😉

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Als er nach draußen trat, war es schon dunkel. Die Hänge zwischen den Universitätsgebäuden waren mit einem reinen und unangetasteten Weiß bedeckt. Die Bäume ließen ihre mit Schnee betupften Wipfel hängen.

Er marschierte los.

(more…)

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Ralfis Tag hatte eigentlich ganz normal begonnen. Auf seiner Regenrinne aufgewacht, ließ er zunächst seine weißen Exkremente unter sich fallen, hoffend, dass er damit einen ahnungslosen Passanten treffen würde. Weiße Exkremente?, von einer Dachrinne? Ja, Ralfi war kein gewöhnlicher Wuppertaler Bürger; genaugenommen war er gar kein Bürger. Bei unserem Protagonisten handelt es sich nämlich um eine Taube. Eine Taube?, mag sich der werte Leser fragen; welcher Hirnrissige schreibt denn eine Geschichte über eine miese Luftratte? Doch wir möchten den geneigten Leser um etwas Geduld bitten. Denn Ralfi war keine gewöhnliche Taube. Ralfi war ab jenem besonderen Tag: Der König der Tauben. (more…)

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Ein Partizip, schon knickebeinig,
War mit sich selber nicht mehr einig.
Es meditierte hin und her,
Was für ein Partizip’s wohl wär.

Es liebte schon nicht mehr so recht,
Und liebend paßte also schlecht.
Mit Partizipium I daher
War’s leider Gottes schon nichts mehr.

Geliebt dagegen schien verfrüht,
Weil noch ein Liebesfünkchen glüht.
Ich bin, behauptet’s fest und steif,
Für Nummer II noch nicht recht reif.

Da kam ein Studienrat herbei
Und gab die Note „I bis II“.
So ward dies Partizipium
Ein veritables Unikum.

Nun wußt’s auf einmal, was es war:
Ein ausgefallnes Exemplar.
Nicht I, nicht II – nein, nur ein Zwitter
Und Studienratsgedankensplitter.

P. Schröter

Quelle:

Heinrich Schmeken. Orbis Romanus : Einführung in die lateinische Sprache.
2. überarbeitete Auflage. Paderborn 1991, S. 117.

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Diese Erzählung sollte eigentlich eine Kurzgeschichte werden, ist dann aber etwas über die Stränge geschlagen.

Manche mögen den Protagonisten Schmidt ja bereits kennen. Aber nicht nur denen wünsche ich viel Spaß beim Lesen. 🙂

=> Schmidts Erwachen <=

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