Recent twitter entries...

  •  

Scham und Triebe im Mittelalter

Posted by Eglatholion | Posted in Allgemein, Literarisches, Mittelalterliches, Uni | Posted on 27-08-2011

0

Vor etwa zwei Jahren inspirierte mich der Besuch des schönen mittelalterlichen Spectaculums in Telgte – das mit etwas Pech dieses Jahr zum vorerst letzten Mal stattgefunden hat – zu einem Essay, den ich sowieso noch schreiben musste. Es geht um Scham und Triebe, einen Trunkenhold und nacktes Weibsvolk – und um den Zivilisationsprozess gemäß Norbert Elias.

Da dieses Blog sowieso mal wieder belebt werden müsste, habe ich mich entschieden, ab heute hier ab und an ein paar abgegebene Essays, Quellenanalysen, Hausarbeiten etc. zu veröffentlichen.

In der Hoffnung, dass ihr Freude daran habt, präsentiere ich euch also heute: Der Zivilisationsprozess – Scham_und_Triebe im Mittelalter. Ein Essay

Creative Commons Lizenzvertrag
Der Zivilisationsprozess — Scham und Triebe im Mittelalter von Carsten A. Dahlmann steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Deutschland Lizenz.

Stöckchen: Weihnachtsgeschichte auf Raten

Posted by Eglatholion | Posted in Allgemein, Kurzgeschichten, Literarisches, Netzkultur | Posted on 21-12-2010

11

Etwas Interessantes ist mir heute widerfahren: Schreibt mich doch der @pVt_m4sTeR via Twitter an und bittet mich darum, an dieser Weihnachtsgeschichte auf Raten mitzuschreiben. Nun denn.

Zunächst einmal die Leute, die bisher daran mitgewirkt haben: Von

Himmelschwarz
Konna
Feronia
Hannah
Chris
Hakan
Chaosmacherin
Rumi

und schließlich pVt_m4sTeR ist das Puzzle bislang zusammengesetzt worden.

Jetzt noch kurz die Regeln, danach geht’s endlich los. :-)

Jeder schreibt so viel er möchte, einen Satz, oder zwei oder auch einen oder mehrere Absätze und reicht den Gesamttext dann an eine Person weiter, und so soll bis zum 24. eine Geschichte entstehen. Lustig, traurig, besinnlich, eigenartig, kritisch oder von allem ein Bisschen was. Dem Ganzen sind keine Grenzen gesetzt.

Bitte verknüpft immer diejenigen, die vor euch das Stöckchen hatten, damit die Story nicht „verloren“ geht.

Sie würde wieder zu spät kommen, sie wusste es, aber was konnte sie denn schon dafür, dass ihr der verdammte Bus vor der Nase davongefahren war? Der dämliche Busfahrer hätte ja auch kurz warten können und nicht noch extra auf die Tube drücken müssen. Wenn es nicht auch noch so schrecklich kalt wäre. Sie hüpfte von einem Bein auf das andere und versuchte sich mit Gedanken an den Sommer zu wärmen. Doch sommerliche Gedanken waren bei diesen Temperaturen und dem Anblick von abertausenden LEDs, die Weihnachtsmänner, Rentiere, Geschenkepäckchen, Christbäume und anderen Weihnachtskitsch bildeten, nicht einfach.

Der Werwolf

Posted by Eglatholion | Posted in Allgemein, Linguistisches, Literarisches | Posted on 22-04-2010

1

Der Werwolf

Ein Werwolf eines Nachts entwich
von Weib und Kind und sich begab
an eines Dorfschullehrers Grab
und bat ihn: Bitte, beuge mich!

Der Dorfschulmeister stieg hinauf
auf seines Blechschilds Messingknauf
und sprach zum Wolf, der seine Pfoten
geduldig kreuzte vor dem Toten:

„Der Werwolf“ – sprach der gute Mann,
„des Weswolfs, Genitiv sodann,
dem Wemwolf, Dativ, wie man’s nennt,
den Wenwolf, – damit hat’s ein End.“

Dem Werwolf schmeichelten die Fälle,
er rollte seine Augenbälle.
Indessen, bat er, füge doch
zur Einzahl auch die Mehrzahl noch!

Der Dorfschulmeister aber mußte
gestehn, daß er von ihr nichts wußte.
Zwar Wölfe gäb’s in großer Schar,
doch „Wer“ gäb’s nur im Singular.

Der Wolf erhob sich tränenblind –
er hatte ja doch Weib und Kind!!
Doch da er kein Gelehrter eben,
so schied er dankend und ergeben.

– Christian Morgenstern

PS: Das letzte Mal, als ich sowas gepostet habe, hat sich prompt jemand aus dem Newsletter gelöscht. ;)

Er lief zu Fuß

Posted by Eglatholion | Posted in Allgemein, Kurzgeschichten, Literarisches, Uni | Posted on 29-01-2010

2

Als er nach draußen trat, war es schon dunkel. Die Hänge zwischen den Universitätsgebäuden waren mit einem reinen und unangetasteten Weiß bedeckt. Die Bäume ließen ihre mit Schnee betupften Wipfel hängen.

Er marschierte los.

Der König der Tauben

Posted by Eglatholion | Posted in Allgemein, Kurzgeschichten, Literarisches | Posted on 25-01-2010

2

Ralfis Tag hatte eigentlich ganz normal begonnen. Auf seiner Regenrinne aufgewacht, ließ er zunächst seine weißen Exkremente unter sich fallen, hoffend, dass er damit einen ahnungslosen Passanten treffen würde. Weiße Exkremente?, von einer Dachrinne? Ja, Ralfi war kein gewöhnlicher Wuppertaler Bürger; genaugenommen war er gar kein Bürger. Bei unserem Protagonisten handelt es sich nämlich um eine Taube. Eine Taube?, mag sich der werte Leser fragen; welcher Hirnrissige schreibt denn eine Geschichte über eine miese Luftratte? Doch wir möchten den geneigten Leser um etwas Geduld bitten. Denn Ralfi war keine gewöhnliche Taube. Ralfi war ab jenem besonderen Tag: Der König der Tauben.

Partizipiales

Posted by Eglatholion | Posted in Allgemein, Kolleg, Linguistisches, Literarisches | Posted on 21-11-2007

2

Ein Partizip, schon knickebeinig,
War mit sich selber nicht mehr einig.
Es meditierte hin und her,
Was für ein Partizip’s wohl wär.

Es liebte schon nicht mehr so recht,
Und liebend paßte also schlecht.
Mit Partizipium I daher
War’s leider Gottes schon nichts mehr.

Geliebt dagegen schien verfrüht,
Weil noch ein Liebesfünkchen glüht.
Ich bin, behauptet’s fest und steif,
Für Nummer II noch nicht recht reif.

Da kam ein Studienrat herbei
Und gab die Note „I bis II“.
So ward dies Partizipium
Ein veritables Unikum.

Nun wußt’s auf einmal, was es war:
Ein ausgefallnes Exemplar.
Nicht I, nicht II – nein, nur ein Zwitter
Und Studienratsgedankensplitter.

P. Schröter

Quelle:

Heinrich Schmeken. Orbis Romanus : Einführung in die lateinische Sprache.
2. überarbeitete Auflage. Paderborn 1991, S. 117.

Schmidts Erwachen

Posted by Eglatholion | Posted in Allgemein, Literarisches | Posted on 27-06-2007

0

Diese Erzählung sollte eigentlich eine Kurzgeschichte werden, ist dann aber etwas über die Stränge geschlagen.

Manche mögen den Protagonisten Schmidt ja bereits kennen. Aber nicht nur denen wünsche ich viel Spaß beim Lesen. :)

=> Schmidts Erwachen <=

Creative Commons License This work is licensed under a Creative Commons Attribution-Noncommercial-No Derivative Works 2.0 Germany License.

Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: