Als er nach draußen trat, war es schon dunkel. Die Hänge zwischen den Universitätsgebäuden waren mit einem reinen und unangetasteten Weiß bedeckt. Die Bäume ließen ihre mit Schnee betupften Wipfel hängen.
Er marschierte los.
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Als er nach draußen trat, war es schon dunkel. Die Hänge zwischen den Universitätsgebäuden waren mit einem reinen und unangetasteten Weiß bedeckt. Die Bäume ließen ihre mit Schnee betupften Wipfel hängen.
Er marschierte los.
Ralfis Tag hatte eigentlich ganz normal begonnen. Auf seiner Regenrinne aufgewacht, ließ er zunächst seine weißen Exkremente unter sich fallen, hoffend, dass er damit einen ahnungslosen Passanten treffen würde. Weiße Exkremente?, von einer Dachrinne? Ja, Ralfi war kein gewöhnlicher Wuppertaler Bürger; genaugenommen war er gar kein Bürger. Bei unserem Protagonisten handelt es sich nämlich um eine Taube. Eine Taube?, mag sich der werte Leser fragen; welcher Hirnrissige schreibt denn eine Geschichte über eine miese Luftratte? Doch wir möchten den geneigten Leser um etwas Geduld bitten. Denn Ralfi war keine gewöhnliche Taube. Ralfi war ab jenem besonderen Tag: Der König der Tauben. Weiterlesen …
Ein Partizip, schon knickebeinig,
War mit sich selber nicht mehr einig.
Es meditierte hin und her,
Was für ein Partizip’s wohl wär.
Es liebte schon nicht mehr so recht,
Und liebend paßte also schlecht.
Mit Partizipium I daher
War’s leider Gottes schon nichts mehr.
Geliebt dagegen schien verfrüht,
Weil noch ein Liebesfünkchen glüht.
Ich bin, behauptet’s fest und steif,
Für Nummer II noch nicht recht reif.
Da kam ein Studienrat herbei
Und gab die Note „I bis II“.
So ward dies Partizipium
Ein veritables Unikum.
Nun wußt’s auf einmal, was es war:
Ein ausgefallnes Exemplar.
Nicht I, nicht II – nein, nur ein Zwitter
Und Studienratsgedankensplitter.
P. Schröter
Quelle:
Dr. Heinrich Schmeken: Orbis Romanus. Einführung in die lateinische Sprache.
2. überarbeitete Auflage. Paderborn 1991, S. 117
Diese Erzählung sollte eigentlich eine Kurzgeschichte werden, ist dann aber etwas über die Stränge geschlagen.
Manche mögen den Protagonisten Schmidt ja bereits kennen. Aber nicht nur denen wünsche ich viel Spaß beim Lesen.
=> Schmidts Erwachen <=
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