Sicherlich habt auch Ihr bereits die Petition gegen die „ungeeignete“, „undurchsichtige“ und „unkontrollierbare“ Internetsperre unterschrieben, die das schwarz-rote Monster geplant hat — falls nicht: Bitte hier unterschreiben!
Nun hat die Anzahl der Unterschriften — nach nur vier Tagen! — die 50.000 überschritten, und somit kann die Petition nun vor den Petitionsausschuss. –> http://www.tagesschau.de/inland/petition106.html
Wer nicht weiß, worum es geht: Nähere Informationen gibt es außerdem hier, hier, hier (mit besonders heiklen Infos) sowie (sehr ausführlich): hier.
Über Tausend Regierungsrechner mit hochsensiblen Daten sind über einen Wurm infiziert und über ein Botnetz ausspioniert worden. Mein erster Gedanke war: bestimmt Windows-Systeme. Natürlich nicht ganz ernsthaft, denn wer würde denn Windows auf solch sensible Systeme installieren?
Heise erzählte mir dann weiter:
„Die Spionage-Software könne nicht nur den Mail-Verkehr und Dokumente der befallenen Rechner überwachen, sondern den kompletten PC fernsteuern und angeschlossene Kameras und Mikrofone zur Raumüberwachung einschalten.“ Quelle
Ok. Also doch Windows?
„Die Spionage-Software verbarg sich mittels Rootkit-Techniken im Windows-System und sendete über das HTTP-Protokoll Dokumente und E-Mails an Server in der chinesischen Provinz Sichuan.”
ebd.
Aha.
Heute heißt es nun Spionagenetz “Ghostnet”: Ein “Weckruf für die Politik”.
„”Was wir sehen, ist ein internationales Verbrechen. Wir müssen anfangen, über Wege einer Waffenkontrolle im Cyberspace nachzudenken”, forderte [Ron Deibert, einer der federführende Wissenschafter am Munk-Zentrum].“ Quelle
Mir dagegen stellt sich eine ganz andere Frage: WAS ZUM GEIER HAT WINDOWS AUF HOCHSENSIBLEN REGIERUNGS-RECHNERN ZU SUCHEN?
Da gehören regierungs-eigene Unix-Systeme mit eigenen Datei- und Verzeichnisstrukturen drauf – selbst Linux hielte ich hier für unangebracht, da es zu standardisiert ist. Eigens entwickelte Regierungs-Unixe mit hochsicheren Kernen sind im Sinne der jeweiligen nationalen Sicherheit gefordert. WAS HAT EIN ENDBENUTZER-SYSTEM DA DRAUF ZU SUCHEN?
The new methods of the music industry are destroying internet culture on – and together with – Youtube.
Die neusten Methoden der Musikindustrie zerstören die Internetkultur auf – und zusammen mit – Youtube.
I am really pissed off.
Watch the statement of my favourite blogger K80blog:
(jump to min 02:39)
Eglathôlion’s result for The Nerd? Geek? or Dork? Test…
78 % Nerd, 70% Geek, 22% Dork
Modern, Cool Nerd
For The Record:
A Nerd is someone who is passionate about learning/being smart/academia.
A Geek is someone who is passionate about some particular area or subject, often an obscure or difficult one.
A Dork is someone who has difficulty with common social expectations/interactions.
You scored better than half in Nerd and Geek, earning you the title of:
Modern, Cool Nerd.
Nerds didn’t use to be cool, but in the 90’s that all changed. It used to be that, if you were a computer expert, you had to wear plaid or a pocket protector or suspenders or something that announced to the world that you couldn’t quite fit in. Not anymore. Now, the intelligent and geeky have eked out for themselves a modicum of respect at the very least, and “geek is chic.” The Modern, Cool Nerd is intelligent, knowledgable and always the person to call in a crisis (needing computer advice/an arcane bit of trivia knowledge). They are the one you want as your lifeline in Who Wants to Be a Millionaire (or the one up there, winning the million bucks)!
Und die nächste Aktion von ICQ: Nachdem vor einigen Wochen plötzlich – wie ein U-Boot *g* – ein unbekannter User „ICQ System“ mit der Nummer 12111 in 99% der Kontaktlisten auftauchte (auch bei alternativen Clients) => Google Search <= und von dem bis heute keiner zu 100% weiß, was dieser so macht, hat man nun mal wieder das Protokoll geändert, sodass alternative Clients – wie z.B. Kopete oder Pidgin unter Linux, allerdings sicherlich auch andere Clients unter Windows – nicht mehr einloggen können. :-/
Soviel also schonmal für diejenigen, die sich wundern, warum ich seit heute nicht mehr im ICQ online bin.
(Ich dachte schon, ich sei nicht betroffen; gestern hörte ich das schon von Kopete-Usern; seit heute loggt auch Pidgin nicht mehr ein.)
Update -Nach weiterer Recherche im Netz: Die Aktion sperrt auch die Nutzer des Original-ICQs in der Version 5.1 aus, um die Nutzer zum Update auf die neue 6.0 zu zwingen.
Ich bin es langsam aber sicher Leid und kann nur abermals empfehlen, endlich zu dem freien Jabber-Protokoll zu wechseln, das ich ab heute aktiv und immer wieder allen ICQ-Freunden empfehlen werde.
Wie der „Aktionskreis Vorratsdatenspeicherung“ -> berichtet <-, entstehen durch die Vorratsdatenspeicherung zum Teil bereits enorme Ängste in der Bevölkerung. Diese führen zu einer Vorsichtigkeit in der Kommunikation, die ihrerseits das Leben von Personen einschränkt, Arbeitswege verkompliziert, die Kommunikation in Berufen mit datenschutzkritischen Bereichen (Seelsorger, Journalisten, Anwälte etc.) in ein vormediales Zeitalter ohne Internet zurückversetzt und somit zudem das Gegenteil von dem erreicht, was das Gesetz bewirken sollte.
Etliche Berichte von Betroffenen sind (anonymisiert, versteht sich) für einen Schriftsatz an das Bundesverfassungsgericht zusammengestellt worden, um den dort vorliegenden Eilantrag auf Aussetzung der Vorratsdatenspeicherung weiter zu untermauern.
Des Weiteren habe das Verfahren Präzedenzcharakter: „Was passiert, wenn das Bundesverfassungsgericht eine grundsätzliche Entscheidung zur Vorratsdatenspeicherung und der anlaßunabhängigen Überwachung fällt und das deutsche Umsetzungsgesetz aus grundsätzlichen Erwägungen für nichtig erklärt?“, fragt der AK-Vorrat -> in einem anderen Bericht <-.
„Formal blieben in einem solchen Fall die europäische Richtlinie und damit der formale Zwang zur Umsetzung bestehen.“
Auf jeden Fall ist „für die “Massenverfassungsbeschwerde” des AK Vorratsdatenspeicherung … der Erste Senat des Bundesverfassungsgericht zuständig.“, wie der AK am 30.01.2008 -> berichtete <-.
Zum Schluss möchte ich mich noch für die (immerhin(?)) ca. 50 Leute bedanken, die am Kolleg bei der Aktion mitgemacht haben.
Nachdem ich gestern – ohne Maiskölbchen!– ins neue Jahr gerutscht bin, ist es nun also soweit: Wir sind – vorerst? – im Jahre 1984.1 angekommen. (Sollte die grausame Entwicklung dahin gehen, dass das Verfassungsgericht die Vorratsdatenspeicherung auch nicht abschmettern sollte, werde ich die kommenden Jahre auch so weiterdatieren.)
In Hamburg gab es einen Trauermarsch, nachdem Bundespräsident Köhler uns das Weihnachtsgeschenk der Unterzeichnung gemacht hat. „Es gab keine durchgreifenden verfassungsrechtlichen Bedenken, die ihn an der Ausfertigung gehindert hätten“, zitiert Heise im oben verlinkten Artikel. Vielleicht hätte man ihm das Grundgesetz vorsichtshalber noch einmal schicken sollen, denn dass er keine Bedenken hatte, ist insofern merkwürdig, als das Gesetz gleich gegen mehrere Grundrechte verstößt – nämlich gegen die Rechte der an den Kommunikationsvorgängen Beteiligten aus Art. 10 Abs. 1 Var. 3 GG (Fernmeldegeheimnis) oder den Art. 2 Abs. 1, 1 Abs. 1 GG (Recht auf informationelle Selbstbestimmung), aus Art. 5 Abs. 1 S. 1 Hs. 1 GG (Meinungsfreiheit), Art. 5 Abs. 1 S. 1 Hs. 2 GG (Informationsfreiheit) und Art. 5 Abs. 1 S. 2 Var. 2 GG (Rundfunkfreiheit).
Die komplette, 160 Seiten starke Beschwerdeschrift ist übrigens durchaus des Lesens oder zumindest Überfliegens wert.