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	<title>Eglatholion.de &#187; Uni</title>
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	<description>Philologische Phantasmagorie</description>
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		<title>Er lief zu Fuß</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 19:25:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eglatholion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Literarisches]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Als er nach draußen trat, war es schon dunkel. Die Hänge zwischen den Universitätsgebäuden waren mit einem reinen und unangetasteten Weiß bedeckt. Die Bäume ließen ihre mit Schnee betupften Wipfel hängen.
Er marschierte los.

Er lief die Treppen hinab, ließ den obskur am Grifflenberg klebenden Komplex Stück für Stück hinter sich. Er überholte mehrere Kommilitonen, die mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als er nach draußen trat, war es schon dunkel. Die Hänge zwischen den Universitätsgebäuden waren mit einem reinen und unangetasteten Weiß bedeckt. Die Bäume ließen ihre mit Schnee betupften Wipfel hängen.</p>
<p>Er marschierte los.</p>
<p><span id="more-310"></span></p>
<p>Er lief die Treppen hinab, ließ den obskur am Grifflenberg klebenden Komplex Stück für Stück hinter sich. Er überholte mehrere Kommilitonen, die mit ihren halbhohen Lederschuhen wie unbeholfene Kinder über die graue, unebene Masse schlitterten. Seine bestahlkappten, vierzehn Loch hohen, à 900 Gramm schweren Springer jedoch erzeugten ein angenehmes Knacken, jedes Mal, wenn sich das feste Profil der verschraubten Sohle in den harten Schnee presste.</p>
<p>Sicheren Schrittes marschierte er weiter.</p>
<p>Als er die Brücke zur Südstadt überquerte, sah er die durch den Schneematsch schleichende Autokolonne unter sich. Er ging zu Fuß, ließ den farblosen Lindwurm unter und schließlich hinter sich.</p>
<p>Er marschierte durch die Südstadt.</p>
<p>Eine alte Frau kämpfte mit ihrem Schirm, dessen dünne Gräten sich grotesk verbogen, als der Stoff durch den Wind nach außen geklappt wurde. Wie eine Witzfigur sah sie aus.</p>
<p>Er marschierte weiter, den Kopf gegen den Wind gerichtet, der ihm den Schnee gegen den Wasser und Wind trotzenden Stetson blies.</p>
<p>Abermals überholte er zwei Gestalten, die profillos über den Schnee rutschten. Mit rudernden Ärmchen versuchten sie, das Gleichgewicht zu behalten. Seine Stiefel knackten selbstsicher, als er an ihnen vorbeischritt.</p>
<p>Er marschierte weiter.</p>
<p>Ein Auto stand quer auf der Straße – gegen ein nun leicht verformtes Straßenschild gelehnt. Daneben fror, sich die Jacke zuhaltend, eine Frau. Er lief weiter, lief zu Fuß; der nun zu Graupelkörnern gewordene Schauer prallte von seiner zugeknöpften und eng anliegenden Constable-Uniform ab.</p>
<p>Er marschierte.</p>
<p>Er lief an einer Bushaltestelle vorbei. Eine Frau beklagte sich lautstark bei einer anderen, warum die Stadtwerke denn so unvorbereitet seien. Es fahren keine Busse mehr, dachte er sich; hatten sie denn die lokalen Tweets nicht verfolgt? Außerdem hat die Stadt kein Streusalz mehr, dachte er sich – und lief weiter, lief zu Fuß.</p>
<p>Er marschierte.</p>
<p>Er lief zu Fuß.</p>
<p>Er kam an.</p>
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		<title>Bildung zu Grabe getragen</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Dec 2009 20:56:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eglatholion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute habe ich zusammen mit einigen Kommilitonen die Bildung zu Grabe getragen.
Unser Trauerzug startete an der Bergischen Universität Wuppertal. Wir (ca. 150 Wuppertaler Studenten und Studentinnen) trugen den Sarg zu Fuß bis zum Hauptbahnhof, um von da aus nach Bonn zu fahren – wo wir uns dem Bildungsstreik zur Kultusministerkonferenz und den weiteren 4.000 bis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute habe ich zusammen mit einigen Kommilitonen die Bildung zu Grabe getragen.</p>
<p>Unser Trauerzug startete an der Bergischen Universität Wuppertal. Wir (ca. 150 Wuppertaler Studenten und Studentinnen) trugen den Sarg zu Fuß bis zum Hauptbahnhof, um von da aus nach Bonn zu fahren – wo wir uns dem Bildungsstreik zur Kultusministerkonferenz und den weiteren 4.000 bis 5.000 Studierenden und Schülern anschlossen.</p>
<p>„Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut.“ Unter diesen und ähnlichen Parolen zogen wir durch Bonn, um den Sarg schließlich bei der Kultusministerkonferenz abzuliefern.</p>
<p>Eindrücke vom Wuppertaler Trauermarsch bietet die WZ:<br />
<a title="Studenten tragen Bildung zu Grabe" href="http://www.wz-newsline.de/?redid=702346" target="_blank">Studenten tragen Bildung zu Grabe</a></p>
<p>Eindrücke aus Bonn sind auf allen digitalen sowie in Bälde sicherlich auch in diversen Holzmedien zu finden.</p>
<p>In der Wuppertaler Uni geht derweil die Besetzung von <em>Hörsaal 21</em> weiter. Morgen wird es eine offene Versammlung mit der Vorstellung des Wuppertaler Forderungskataloges und einem Gespräch mit dem Rektorat geben. Siehe auch: <a href="http://www.wtalbrennt.de/blog/" target="_blank">http://www.wtalbrennt.de/blog/</a></p>
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		<title>Ich bin Student</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 11:58:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eglatholion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kolleg]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Welch unspektakuläre Überschrift für diesen Artikel.
Dennoch: Für mich bedeuten diese Worte viel. Habe ich mich doch früher immer darüber geärgert, nicht studiert zu haben; ich sei zu alt, dachte ich. Und erst die Schmitt konnte mich während meiner Arbeitslosigkeit als Informatiker davon überzeugen, doch noch das Abitur nachzumachen, um danach mein Interesse für Germanistik und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Welch unspektakuläre Überschrift für diesen Artikel.</p>
<p>Dennoch: Für mich bedeuten diese Worte viel. Habe ich mich doch früher immer darüber geärgert, nicht studiert zu haben; ich sei zu alt, dachte ich. Und erst <a href="http://www.schmittis-welt.de" target="_blank">die Schmitt</a> konnte mich während meiner Arbeitslosigkeit als Informatiker davon überzeugen, doch noch das Abitur nachzumachen, um danach mein Interesse für Germanistik und Geschichte über das Studium zu vertiefen.</p>
<p>Und hier sitze ich nun – mit einem 1,3er Abi in der metaphorischen Tasche und meinem Studierendenausweis, der diese Woche angekommen ist, in der Hand – und stelle mir meinen Stundenplan zusammen.</p>
<p>Das einzige, was meine Freude ein klein wenig dämpft, ist, dass ich erfahren durfte, dass ich für das Stipendium der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“, für das mich <a href="http://www.bergisches-kolleg.de" target="_blank">das Kolleg</a> als Jahrgangsbester vorgeschlagen hat, zu alt bin. :-/</p>
<p>E-Mail-Adresse über IMAP und GPG-Key sind schon eingerichtet; gleich dann noch den RSS-Feed der Mensa bestellen und den eeePC aufs Uni-WLAN vorbereiten.</p>
<p>Und für die Schmitt ist das Lotterleben jetzt auch vorbei: Jetzt kann ich sie bald über den Campus hetzen und ihr irgendwelche Kurse aufdrängen, die sie meines Erachtens noch dringend belegen sollte.<br />
Wie wär’s zum Beispiel mal wieder mit Alt-Griechisch, Schmitt? Dienstags und Donnerstags. Ich bin schon angemeldet.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-224" title="Studierendenausweis Ace" src="http://www.eglatholion.de/wp-content/uploads/2009/09/Bild478-300x225.jpg" alt="Studierendenausweis Ace" width="300" height="225" /></p>
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