Da ich soeben noch einmal meine beiden Blogeinträge verbreitet habe, in denen ich zunächst meinen Brief an die WSW mit der Nachfrage bezüglich der Nutzung des Twitter-Accounts veröffentliche und in der danach folgenden die beiden Antworten präsentiere — und weil deswegen nun schon Verwirrung aufkommt –, möchte ich hier nun noch etwas zum Thema ergänzen und meinen Standpunkt zu der Sache noch etwas detaillierter erläutern.

So fragt sich manch einer — vielleicht im ersten Moment scheinbar zu Recht: Wieso? Die WSW schreibt diese Infos doch auf ihre Webseite?
Der Nächste mag schon tiefer ins Web 2.0 eingetaucht sein und bemerken: Wieso? @wuppertal_bus twittert diese Infos doch?

Nun, erstens ist es etwas anderes, ob ich mit meinem Internet-Handy mühsam und umständlich auf Webseiten herumsuchen muss oder ob ich die Info per Twitter zeitnah und automatisch geliefert bekomme.

Und zweitens ist es zwar super, dass es @wuppertal_bus gibt; allerdings handelt es sich dabei nicht um einen offiziellen Account der @WSWWuppertal, sondern um einen netten User, der per Skript die Ausgabe der WSW-Seite zu Twitter umleitet. Der Account @WSWWuppertal schweigt zum Thema Verkehrsmeldungen. Dort ist zuletzt am 13.12. gepostet worden: „WSWWuppertal Wuppertal Stadtwerke Schwebebahnausbau: Sommersperrpause 2011 entfällt, an Wochenenden seltener Stillstand. http://alturl.com/kbdba http://twitpic.com/3flgaz “ — wichtige Info. :-/

(more…)


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Sehr geehrte Damen und Herren,

seit ich bei Ihnen Kunde bin, seit 1999, habe ich keinen Newsletter von
Ihnen erhalten — was auch daran liegen mag, dass ich mich nie für
einen eingetragen habe.

Nun habe ich im vergangenen Monat mein Abo gekündigt. Und plötzlich
bekomme ich einen Newsletter — mit (digitaler) Bitte um
Empfangsbestätigung? Sie haben nun also anhand meines Briefkopfes auf
dem Kündigungsschreiben meine E-Mail-Adresse neu in Ihr System
eingepflegt?

Ich gehe davon aus, dass Sie dies nur als einen gelungenen Scherz
betrachten und mich aus dem Verteiler wieder herausnehmen. 😉

Ich bin ja gerne Kunde bei Ihnen gewesen; verärgern Sie mich daher doch
bitte nicht.

Mit freundlichen Grüßen,
C. A. Dahlmann


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Nein, dieses Blog ist nicht tot.

Ich habe nur immer noch dasselbe Problem: Ich kann mich schwerlich dazu aufraffen, „mal eben“ was zu schreiben. Alles Geschriebene will wohl überlegt sein, jedes Wort austariert und der Text fünf mal angepasst und korrigiert. Darüber hinaus werde ich seit meinem Twitterstart oftmals das ein oder andere einfach mal eben über Twitter los; und da kann man ja auch „mal eben“.

Ich könnte jetzt versprechen, dass sich mein Blogverhalten „bessert“, aber das ist mir zu riskant.
Dieses Semester habe ich 25 SWS (und ja, bevor man mich über die Kommentarfunktion verpetzt: ein Altgriechisch-Lektürekurs ist auch mit dabei. Und nein, das ist nicht bedenklich. Es  macht Spaß, aber es kostet Zeit. Außerdem will man ja auch nicht nur Pflichtkurse haben) und daneben muss natürlich noch gearbeitet werden. Ach ja, und Freunde im Reallife gibt es ja auch noch. *g*

So. Dieser Blogeintrag hat keinen weiteren Sinn. Er sollte nur das Blog als nicht tot (untot? o.O) deklarieren.

Vielleicht inspiriert mich der kommende Winter ja auch bald mal wieder zu einer Kurzgeschichte.

Bis bald.


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Hallo zusammen!

Ich muss jetzt mal eben etwas loswerden, da ich soeben kurz dezent ausrasten musste.

Zunächst vorweg: Die Polizei hat mich Sicherheit sehr überreagiert, insbesondere, da auch Kinder bzw.  Jugendliche unangemessen stark betroffen waren.

Aber nun schauen wir uns doch bitte mal kurz an, worum es geht: Es geht um 282 Bäume.¹ Täglich werden jedoch Tausende Bäume, etliche Quadratkilometer (diverse Quellen im Netz sprechen von 550 Millionen qm Regenwald — die Zahl klingt unglaublich hoch) abgeholzt. Und das betrifft nicht nur Südamerika. In Indonesien sind es täglich 4.600 Fußballfelder, die dran glauben müssen.²

Kümmert sich da irgend ein Arsch darum? Sind deswegen täglich Hunderttausende auf der Straße? Nein! Stattdessen verbraten wir täglich Energie, Rohstoffe — ja, und damit auch Papier und: ja, auch Bäume in unzählbaren Mengen. Sei es beim Schreiben oder sei es beim Stuhlgang. Alleine die Schweiz spült z.B. täglich ca. 5.000 Bäume das Scheißhaus runter.³

Mal abgesehen davon, dass sich wohl kaum einer Gedanken darüber gemacht, was es uns alle kosten wird, wenn ein seit Jahrzehnten geplanter Bahnhof durch Vertragsbruch plötzlich aufgegeben wird — das Volk will nun also die Regierung zum Vertragsbruch zwingen⁴, die Bahn bezahlt dann mal eben 700 Millionen Euro an Stuttgart zurück (ich weiß dann, bei wem ich mich für dich nächste Preiserhöhung bedanken darf), und das Land zahlt mal eben 400 Millionen Euro Planungskosten zurück: Wer hat sich eigentlich mal gefragt, warum die Proteste erst jetzt kommen?

Aber halt: Hier geht es ja wirklich um etwas Wichtiges! Immerhin geht es um einen seit 1985(!) geplanten Bahnhof. Da kann man ja ruhig mal in letzter Minute auf die Straße gehen, um ein paar bekackte Bäume zu retten (und wenn wir in den Streikpausen kacken gehen, wischen wir uns mit ein paar weiteren Bäumen den Arsch ab). Wie gesagt, noch einmal: Ich will hier keine unnötige Polizeigewalt verteidigen, im Gegenteil; aber das hat nun damit nichts zu tun, denn diese Doppelmoral ist doch wirklich unglaublich: Wer von euch achtet denn bitte beim täglichen Einkauf darauf, ob man die entsprechenden Produkte nun kaufen sollte? Sind die Tomaten über einen langen Reiseweg (und somit mit dem Verbrauch vieler Rohstoffe) in den deutschen Supermarkt gekommen? Wer von euch kauft nicht nur die teureren Bioprodukte, sondern prüft auch noch, ob das entsprechende Biosiegel überhaupt das Leben (ὁ βιός) schützt? Wer von euch achtet beim Kauf darauf, dass die Produkte nicht unnötig viele Umverpackungen haben? Na? Wer?

Aber Hauptsache, wir schwimmen mal wieder mit auf der populistischen Welle, um ein paar einzelne Bäume zu schützen. Wer von euch spendet denn für den Regenwald, hm?

Diese aktuelle Stuttgart 21-Welle ist mal wieder purer Populismus. Anstatt sich jeder Einzelne mal Gedanken darüber macht, bewusster zu leben und einzukaufen, springen wir jetzt alle auf den Stuttgart 21-Zug auf. Es ist ähnlich wie bei Google Streetview. Auf einmal schreien alle groß auf, weil ein 5 Jahre altes Foto das eigene Haus im Netz zeigen könnte; gleichzeitig findet man die Vorratsdatenspeicherung natürlich gut, da sind die eigenen Daten egal; dasselbe bei der Gesundheitskarte und dem neuen Perso.

Es gäbe genug Dinge — sowohl in Deutschland also auch in Europa als auch auf der Welt –, für die es sich lohnen würde zu demonstrieren und auf die Straße zu gehen. Aber wir schwimmen lieber auf der Populismus-Welle, die gerade der vorgegebene Skandal zu sein hat. Vielen Dank, meine weitsichtigen Mitbürger.

——–

¹ Stuttgarter Zeitung

² WWF Deutschland

³ blick.ch

swr

swr


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Der Werwolf

Ein Werwolf eines Nachts entwich
von Weib und Kind und sich begab
an eines Dorfschullehrers Grab
und bat ihn: Bitte, beuge mich!

Der Dorfschulmeister stieg hinauf
auf seines Blechschilds Messingknauf
und sprach zum Wolf, der seine Pfoten
geduldig kreuzte vor dem Toten:

„Der Werwolf“ – sprach der gute Mann,
„des Weswolfs, Genitiv sodann,
dem Wemwolf, Dativ, wie man’s nennt,
den Wenwolf, – damit hat’s ein End.“

Dem Werwolf schmeichelten die Fälle,
er rollte seine Augenbälle.
Indessen, bat er, füge doch
zur Einzahl auch die Mehrzahl noch!

Der Dorfschulmeister aber mußte
gestehn, daß er von ihr nichts wußte.
Zwar Wölfe gäb’s in großer Schar,
doch „Wer“ gäb’s nur im Singular.

Der Wolf erhob sich tränenblind –
er hatte ja doch Weib und Kind!!
Doch da er kein Gelehrter eben,
so schied er dankend und ergeben.

— Christian Morgenstern

PS: Das letzte Mal, als ich sowas gepostet habe, hat sich prompt jemand aus dem Newsletter gelöscht. 😉


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Die WSW hat mir kürzlich bezüglich meiner Twitter-Anfrage geantwortet:

Guten Tag Herr Dahlmann,

Sie haben in Ihrer E-Mail vom 3. Februar 2010 angefragt, weshalb die WSW mobil GmbH das Twitterportal nicht zur Kundgabe, von Ausfällen oder Verspätungen im Linienverkehr, anbietet.

Wir freuen uns über Kunden die Interesse an unserer Gestaltung der Kommunikationsmöglichkeiten zeigen. Hiefür danken wir Ihnen.

Ihr Anliegen haben wir an den zuständigen Fachbereich weitergeleitet. Dort wird geprüft, ob Ihr Wunsch umsetzbar ist.

Wir bedanken uns für Ihr Engagement und wünschen Ihnen zukünftig reibungslose Fahrten mit unseren öffentlichen Verkehrsmitteln.

Freundliche Grüße
WSW mobil GmbH

Ich bin gespannt. 🙂

Update: Es gibt eine weitere Antwort der WSW. Siehe Kommentar.


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Spread this and show it to these people who think that the Internet is the beginning of the end of our civilisation.

185 voices from 12 countries are Eric Whitacre’s Virtual Choir for the song: „Lux Aurumque“. Beautiful. -)

Lux,
calida gravisque pura velut aurum
et canunt angeli molliter
modo natum.


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Ich habe soeben per Web mal eine Anfrage an wsw-online abgesandt:

Warum nutzt die @WSWWuppertal eigentlich ihren Twitter-Account nicht, um mitzuteilen, wie es um den #Verkehr der Busse in #Wuppertal steht?

Das wäre doch ideal. Immerhin besteht der Account ja auch schon. Stattdessen „muss“ man sich mit Twitter-Nachrichten anderer Wuppertaler begnügen, die von ihrem jeweiligen Aufenthaltsort und oft auf eigene SMS-Kosten twittern, welche Busse im jeweiligen Stadtteil gerade fahren.
Mithilfe des bestehenden Twitter-Accounts hätte die WSW eine einfache und hocheffektive Möglichkeit, alle interessierten Wuppertaler absolut zeitnah zu informieren. Viele würden dies sogar per Webphone unterwegs abrufen können. Besser ginge es nicht.

Warum wird dies nicht genutzt?

[…]
Mal sehen, ob und welche Antwort ich bekomme.


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Als er nach draußen trat, war es schon dunkel. Die Hänge zwischen den Universitätsgebäuden waren mit einem reinen und unangetasteten Weiß bedeckt. Die Bäume ließen ihre mit Schnee betupften Wipfel hängen.

Er marschierte los.

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Ralfis Tag hatte eigentlich ganz normal begonnen. Auf seiner Regenrinne aufgewacht, ließ er zunächst seine weißen Exkremente unter sich fallen, hoffend, dass er damit einen ahnungslosen Passanten treffen würde. Weiße Exkremente?, von einer Dachrinne? Ja, Ralfi war kein gewöhnlicher Wuppertaler Bürger; genaugenommen war er gar kein Bürger. Bei unserem Protagonisten handelt es sich nämlich um eine Taube. Eine Taube?, mag sich der werte Leser fragen; welcher Hirnrissige schreibt denn eine Geschichte über eine miese Luftratte? Doch wir möchten den geneigten Leser um etwas Geduld bitten. Denn Ralfi war keine gewöhnliche Taube. Ralfi war ab jenem besonderen Tag: Der König der Tauben. (more…)


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