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Dieses Blog ist nicht tot

Posted by Eglatholion | Posted in Allgemein | Posted on 10-11-2010

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Nein, dieses Blog ist nicht tot.

Ich habe nur immer noch dasselbe Problem: Ich kann mich schwerlich dazu aufraffen, „mal eben“ was zu schreiben. Alles Geschriebene will wohl überlegt sein, jedes Wort austariert und der Text fünf mal angepasst und korrigiert. Darüber hinaus werde ich seit meinem Twitterstart oftmals das ein oder andere einfach mal eben über Twitter los; und da kann man ja auch „mal eben“.

Ich könnte jetzt versprechen, dass sich mein Blogverhalten „bessert“, aber das ist mir zu riskant.
Dieses Semester habe ich 25 SWS (und ja, bevor man mich über die Kommentarfunktion verpetzt: ein Altgriechisch-Lektürekurs ist auch mit dabei. Und nein, das ist nicht bedenklich. Es  macht Spaß, aber es kostet Zeit. Außerdem will man ja auch nicht nur Pflichtkurse haben) und daneben muss natürlich noch gearbeitet werden. Ach ja, und Freunde im Reallife gibt es ja auch noch. *g*

So. Dieser Blogeintrag hat keinen weiteren Sinn. Er sollte nur das Blog als nicht tot (untot? o.O) deklarieren.

Vielleicht inspiriert mich der kommende Winter ja auch bald mal wieder zu einer Kurzgeschichte.

Bis bald.


Stuttgart 21 und die paar Bäume — eine Kritik

Posted by Eglatholion | Posted in Allgemein, Politik | Posted on 01-10-2010

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Hallo zusammen!

Ich muss jetzt mal eben etwas loswerden, da ich soeben kurz dezent ausrasten musste.

Zunächst vorweg: Die Polizei hat mich Sicherheit sehr überreagiert, insbesondere, da auch Kinder bzw.  Jugendliche unangemessen stark betroffen waren.

Aber nun schauen wir uns doch bitte mal kurz an, worum es geht: Es geht um 282 Bäume.¹ Täglich werden jedoch Tausende Bäume, etliche Quadratkilometer (diverse Quellen im Netz sprechen von 550 Millionen qm Regenwald — die Zahl klingt unglaublich hoch) abgeholzt. Und das betrifft nicht nur Südamerika. In Indonesien sind es täglich 4.600 Fußballfelder, die dran glauben müssen.²

Kümmert sich da irgend ein Arsch darum? Sind deswegen täglich Hunderttausende auf der Straße? Nein! Stattdessen verbraten wir täglich Energie, Rohstoffe — ja, und damit auch Papier und: ja, auch Bäume in unzählbaren Mengen. Sei es beim Schreiben oder sei es beim Stuhlgang. Alleine die Schweiz spült z.B. täglich ca. 5.000 Bäume das Scheißhaus runter.³

Mal abgesehen davon, dass sich wohl kaum einer Gedanken darüber gemacht, was es uns alle kosten wird, wenn ein seit Jahrzehnten geplanter Bahnhof durch Vertragsbruch plötzlich aufgegeben wird — das Volk will nun also die Regierung zum Vertragsbruch zwingen⁴, die Bahn bezahlt dann mal eben 700 Millionen Euro an Stuttgart zurück (ich weiß dann, bei wem ich mich für dich nächste Preiserhöhung bedanken darf), und das Land zahlt mal eben 400 Millionen Euro Planungskosten zurück: Wer hat sich eigentlich mal gefragt, warum die Proteste erst jetzt kommen?

Aber halt: Hier geht es ja wirklich um etwas Wichtiges! Immerhin geht es um einen seit 1985(!) geplanten Bahnhof. Da kann man ja ruhig mal in letzter Minute auf die Straße gehen, um ein paar bekackte Bäume zu retten (und wenn wir in den Streikpausen kacken gehen, wischen wir uns mit ein paar weiteren Bäumen den Arsch ab). Wie gesagt, noch einmal: Ich will hier keine unnötige Polizeigewalt verteidigen, im Gegenteil; aber das hat nun damit nichts zu tun, denn diese Doppelmoral ist doch wirklich unglaublich: Wer von euch achtet denn bitte beim täglichen Einkauf darauf, ob man die entsprechenden Produkte nun kaufen sollte? Sind die Tomaten über einen langen Reiseweg (und somit mit dem Verbrauch vieler Rohstoffe) in den deutschen Supermarkt gekommen? Wer von euch kauft nicht nur die teureren Bioprodukte, sondern prüft auch noch, ob das entsprechende Biosiegel überhaupt das Leben (ὁ βιός) schützt? Wer von euch achtet beim Kauf darauf, dass die Produkte nicht unnötig viele Umverpackungen haben? Na? Wer?

Aber Hauptsache, wir schwimmen mal wieder mit auf der populistischen Welle, um ein paar einzelne Bäume zu schützen. Wer von euch spendet denn für den Regenwald, hm?

Diese aktuelle Stuttgart 21-Welle ist mal wieder purer Populismus. Anstatt sich jeder Einzelne mal Gedanken darüber macht, bewusster zu leben und einzukaufen, springen wir jetzt alle auf den Stuttgart 21-Zug auf. Es ist ähnlich wie bei Google Streetview. Auf einmal schreien alle groß auf, weil ein 5 Jahre altes Foto das eigene Haus im Netz zeigen könnte; gleichzeitig findet man die Vorratsdatenspeicherung natürlich gut, da sind die eigenen Daten egal; dasselbe bei der Gesundheitskarte und dem neuen Perso.

Es gäbe genug Dinge — sowohl in Deutschland also auch in Europa als auch auf der Welt –, für die es sich lohnen würde zu demonstrieren und auf die Straße zu gehen. Aber wir schwimmen lieber auf der Populismus-Welle, die gerade der vorgegebene Skandal zu sein hat. Vielen Dank, meine weitsichtigen Mitbürger.

——–

¹ Stuttgarter Zeitung

² WWF Deutschland

³ blick.ch

swr

swr


Der Werwolf

Posted by Eglatholion | Posted in Allgemein, Linguistisches, Literarisches | Posted on 22-04-2010

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Der Werwolf

Ein Werwolf eines Nachts entwich
von Weib und Kind und sich begab
an eines Dorfschullehrers Grab
und bat ihn: Bitte, beuge mich!

Der Dorfschulmeister stieg hinauf
auf seines Blechschilds Messingknauf
und sprach zum Wolf, der seine Pfoten
geduldig kreuzte vor dem Toten:

„Der Werwolf“ – sprach der gute Mann,
„des Weswolfs, Genitiv sodann,
dem Wemwolf, Dativ, wie man’s nennt,
den Wenwolf, – damit hat’s ein End.“

Dem Werwolf schmeichelten die Fälle,
er rollte seine Augenbälle.
Indessen, bat er, füge doch
zur Einzahl auch die Mehrzahl noch!

Der Dorfschulmeister aber mußte
gestehn, daß er von ihr nichts wußte.
Zwar Wölfe gäb’s in großer Schar,
doch „Wer“ gäb’s nur im Singular.

Der Wolf erhob sich tränenblind –
er hatte ja doch Weib und Kind!!
Doch da er kein Gelehrter eben,
so schied er dankend und ergeben.

– Christian Morgenstern

PS: Das letzte Mal, als ich sowas gepostet habe, hat sich prompt jemand aus dem Newsletter gelöscht. ;)


Erste WSW-Antwort wegen Twitter

Posted by Eglatholion | Posted in Allgemein, Wuppertal | Posted on 29-03-2010

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Die WSW hat mir kürzlich bezüglich meiner Twitter-Anfrage geantwortet:

Guten Tag Herr Dahlmann,

Sie haben in Ihrer E-Mail vom 3. Februar 2010 angefragt, weshalb die WSW mobil GmbH das Twitterportal nicht zur Kundgabe, von Ausfällen oder Verspätungen im Linienverkehr, anbietet.

Wir freuen uns über Kunden die Interesse an unserer Gestaltung der Kommunikationsmöglichkeiten zeigen. Hiefür danken wir Ihnen.

Ihr Anliegen haben wir an den zuständigen Fachbereich weitergeleitet. Dort wird geprüft, ob Ihr Wunsch umsetzbar ist.

Wir bedanken uns für Ihr Engagement und wünschen Ihnen zukünftig reibungslose Fahrten mit unseren öffentlichen Verkehrsmitteln.

Freundliche Grüße
WSW mobil GmbH

Ich bin gespannt. :-)

Update: Es gibt eine weitere Antwort der WSW. Siehe Kommentar.


Cives a tota terra Lux Aurumque in interrete canunt

Posted by Eglatholion | Posted in Allgemein, Netzkultur | Posted on 26-03-2010

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Spread this and show it to these people who think that the Internet is the beginning of the end of our civilisation.

185 voices from 12 countries are Eric Whitacre’s Virtual Choir for the song: „Lux Aurumque“. Beautiful. -)

Lux,
calida gravisque pura velut aurum
et canunt angeli molliter
modo natum.


Im Unklaren über den Wuppertaler Busverkehr

Posted by Eglatholion | Posted in Allgemein, Wuppertal | Posted on 03-02-2010

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Ich habe soeben per Web mal eine Anfrage an wsw-online abgesandt:

Warum nutzt die @WSWWuppertal eigentlich ihren Twitter-Account nicht, um mitzuteilen, wie es um den #Verkehr der Busse in #Wuppertal steht?

Das wäre doch ideal. Immerhin besteht der Account ja auch schon. Stattdessen „muss“ man sich mit Twitter-Nachrichten anderer Wuppertaler begnügen, die von ihrem jeweiligen Aufenthaltsort und oft auf eigene SMS-Kosten twittern, welche Busse im jeweiligen Stadtteil gerade fahren.
Mithilfe des bestehenden Twitter-Accounts hätte die WSW eine einfache und hocheffektive Möglichkeit, alle interessierten Wuppertaler absolut zeitnah zu informieren. Viele würden dies sogar per Webphone unterwegs abrufen können. Besser ginge es nicht.

Warum wird dies nicht genutzt?

[...]
Mal sehen, ob und welche Antwort ich bekomme.


Er lief zu Fuß

Posted by Eglatholion | Posted in Allgemein, Kurzgeschichten, Literarisches, Uni | Posted on 29-01-2010

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Als er nach draußen trat, war es schon dunkel. Die Hänge zwischen den Universitätsgebäuden waren mit einem reinen und unangetasteten Weiß bedeckt. Die Bäume ließen ihre mit Schnee betupften Wipfel hängen.

Er marschierte los.


Der König der Tauben

Posted by Eglatholion | Posted in Allgemein, Kurzgeschichten, Literarisches | Posted on 25-01-2010

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Ralfis Tag hatte eigentlich ganz normal begonnen. Auf seiner Regenrinne aufgewacht, ließ er zunächst seine weißen Exkremente unter sich fallen, hoffend, dass er damit einen ahnungslosen Passanten treffen würde. Weiße Exkremente?, von einer Dachrinne? Ja, Ralfi war kein gewöhnlicher Wuppertaler Bürger; genaugenommen war er gar kein Bürger. Bei unserem Protagonisten handelt es sich nämlich um eine Taube. Eine Taube?, mag sich der werte Leser fragen; welcher Hirnrissige schreibt denn eine Geschichte über eine miese Luftratte? Doch wir möchten den geneigten Leser um etwas Geduld bitten. Denn Ralfi war keine gewöhnliche Taube. Ralfi war ab jenem besonderen Tag: Der König der Tauben.


Das Zwitschervögelchen und die kommunikativ-vernetzte Onlinewelt

Posted by Eglatholion | Posted in Allgemein, Netzkultur | Posted on 10-01-2010

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Jetzt ist es also passiert …
Auch ich habe mir nun nach einer längeren Zeit des Ignorierens und Unnötigfindens einen Twitter-Account angelegt.

Der Grund, falls sich jemand für diesen interessieren sollte, ist folgender: Die Schmitt schrieb heute Mittag einen neuen Blogeintrag, woraufhin ich ein schlechtes Gewissen bekam und mich ärgerte, weil ich es in letzter Zeit vor lauter Unikram nur noch selten schaffe zu bloggen. Allerdings will ich auch nicht meine täglichen Klogänge oder Ähnliches hier bloggen; wenn ich hier einen Blogeintrag schreibe, möchte ich dafür auch ein wenig Zeit investieren, ein nicht völlig belangloses Topic wählen und mir auch ein wenig Mühe geben. Dafür reicht die Zeit aber nicht immer.

Jedoch, was man eh schon im StudiVZ in den Buschfunk schreit (trommelt?), ist eher geeignet für derlei Gedankenströme – nur dass man mit Twitter eben noch eine bessere Infrastruktur der Vernetzung nutzen kann.

Microblogging. So das neudeutsche Wort für diese neue Kommunikationslawine. Ob sich nun die Follower dafür interessieren, was man schreibt oder nicht, ist erst einmal irrelevant. Man selbst bekommt viel mit – und ob das wiederum interessant ist, ist auch erst einmal irrelevant. Man ist dabei und schwimmt im Strom der über alle erdenklichen elektronischen Kommunikations-Devices über den Globus gesendeten Kurznachrichten.


Bildung zu Grabe getragen

Posted by Eglatholion | Posted in Allgemein, Politik, Uni | Posted on 10-12-2009

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Heute habe ich zusammen mit einigen Kommilitonen die Bildung zu Grabe getragen.

Unser Trauerzug startete an der Bergischen Universität Wuppertal. Wir (ca. 150 Wuppertaler Studenten und Studentinnen) trugen den Sarg zu Fuß bis zum Hauptbahnhof, um von da aus nach Bonn zu fahren – wo wir uns dem Bildungsstreik zur Kultusministerkonferenz und den weiteren 4.000 bis 5.000 Studierenden und Schülern anschlossen.

„Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut.“ Unter diesen und ähnlichen Parolen zogen wir durch Bonn, um den Sarg schließlich bei der Kultusministerkonferenz abzuliefern.

Eindrücke vom Wuppertaler Trauermarsch bietet die WZ:
Studenten tragen Bildung zu Grabe

Eindrücke aus Bonn sind auf allen digitalen sowie in Bälde sicherlich auch in diversen Holzmedien zu finden.

In der Wuppertaler Uni geht derweil die Besetzung von Hörsaal 21 weiter. Morgen wird es eine offene Versammlung mit der Vorstellung des Wuppertaler Forderungskataloges und einem Gespräch mit dem Rektorat geben. Siehe auch: http://www.wtalbrennt.de/blog/


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